Finnland
Die Grundlage der finnischen Wirtschaft bildeten lange Zeit der Waldreichtum (rund 60% der Fläche sind bewaldet) sowie die sich daraus entwickelnde Holz verarbeitende Industrie mit ihren Sägewerken, Zellstoff-, Papier-, Furnier- und Möbelfabriken. Zu den Schlüsselindustrien gehören heute auch der Maschinen-, Apparate- und Schiffbau. Die Werften sind Weltmarktführer auf dem Gebiet des Spezialschiffbaus. In jüngster Zeit sind Telekommunikation (Mobiltelefone) und Mikroelektronik hinzugekommen. Einen guten Ruf genießen auch finnische Designprodukte wie Glaswaren und Keramik. Die meisten Rohstoffe muss die finnische Industrie importieren, da es nur wenige heimische Bodenschätze gibt; wichtigstes Bergbauprodukt ist Kupfer. Seinen Energiebedarf deckt Finnland überwiegend aus Wasser- und Kernkraftwerken.
Die kleinbäuerlich strukturierte Landwirtschaft betreibt vor allem Viehzucht. Der Ackerbau beschränkt sich auf die Küstenregionen im Süden und produziert vor allem Weizen und Zuckerrüben.
Wichtigster Wirtschaftszweig ist der Dienstleistungssektor mit zahlreichen Unternehmen aus den Bereichen Handel, Finanzwirtschaft und Transportwesen. Rund ein Drittel aller Erwerbstätigen ist im öffentlichen Dienst beschäftigt.