flüssige Luft

verflüssigte Luft; die Herstellung erfolgt nach dem Lindeverfahren . Dabei wird Luft zunächst auf ca. 200 bar verdichtet u. anschließend entspannt. Aufgrund des Joule-Thomson-Effekts kommt es zur Abkühlung der Luft. Durch vielmalige Wiederholung dieses Prozesses (Kreisprozess) kühlt sich die Luft bis zur Verflüssigung ab. In Niederdruckanlagen nach Linde-Fränkl kann die flüssige Luft auch bei 5 – 6 bar hergestellt werden. Sie findet Verwendung in geringen Mengen als Kühlflüssigkeit. Aus ihr können einzelne Komponenten abgetrennt werden (Luftzerlegung) , die verschiedenen Zwecken dienen, z. B. Stickstoff als Schutzgas u. zur Ammoniaksynthese, Sauerstoff als Oxidationsmittel in der Schweißtechnik, Edelgase als Schutzgase.