Formal ị smus

eine in Russland begründete, auf dem Symbolismus und Kubofuturismus basierende Schule der Literaturwissenschaft (1915 – 1930), die als Gesetz der Dichtkunst und als Kompositionsprinzipien sprach- und formalanalytische Kriterien, nicht aber psychologische, ideologische, politische und theologische Gesichtspunkte anerkannte. Der Formalismus richtete das Hauptaugenmerk auf die poetische Syntax, verharrte in abstrakt-theoretischen Anschauungen und wandte sich gegen biografische und soziologische Forschung (B. Schklowskij , B. Ejchenbaum , L. P. Grossmann , T. Tynjanow , R. Jakobson u. a.). Nach Angriffen der marxistischen Kritiker schwenkte er zur soziologischen Methode über.