Fürstenverschwörung

zwischen den protestantischen Fürsten Johann von Küstrin, Albrecht von Preußen und Johann Albrecht von Mecklenburg 1550 getroffene, konfessionell begründete geheime Abmachung, die zunächst defensiven Charakter hatte. Der Beitritt Moritz ’ von Sachsen 1551 und der Abschluss eines Bündnisses mit Frankreich (Vertrag von Chambord) machten die gegen Kaiser Karl V. gerichtete politische Zielsetzung deutlich; daraufhin schied Johann von Küstrin aus. Nach militärischen Auseinandersetzungen und der Flucht des Kaisers musste Ferdinand I. in seinem Namen in den Passauer Vertrag (1552) einwilligen.