Fugger

The referenced media source is missing and needs to be re-embedded. © wissenmedia Fugger, Jakob Jakob Fugger © wissenmedia seit dem 14. Jahrhundert in Augsburg ansässiges Geschlecht, ursprünglich Weber und Tuchhändler. Jakob I. ( † 1469) ist der Stammvater der Linie Fugger von der Lilie und Gründer des Fugger ’ schen Handelshauses, dem seine Söhne Georg ( † 1506), Ulrich ( † 1510), Jakob II. und andere Nachfahren durch Handels- und Geldgeschäfte, Bergwerksunternehmen, Faktoreien, Agenturen und Verbindungen nach Übersee Weltgeltung und Einfluss auf die Reichspolitik verschafften.

Jakob II., der Reiche (* 1459, † 1525; 1511 Reichsadel, 1514 Reichsgraf) besaß das Kupfermonopol in Europa durch den Erwerb von Bergwerken in Spanien, Tirol, Kärnten und Ungarn und war am ostindischen Gewürzhandel beteiligt. Als größter Bankier seiner Zeit profitierte Jakob II. u. a. vom Ablasshandel. Maximilian I. verpflichtete sich durch Annahme von Geld zur Unterstützung seiner weitreichenden unternehmerischen Pläne. Karl V. wurde durch seine Finanzierung gewählt und 1552 durch die von Anton Fugger (* 1493, † 1560, 1526 Reichsgraf) gewährten Subsidien vor der völligen Niederlage gegen die protestantische Fürstenverschwörung bewahrt.

Im 16. Jahrhundert erlangten die Fugger einige süddeutsche Herrschaften. Im 17. Jahrhundert ging die Bedeutung des Handelshauses zurück, aber einzelne Vertreter der Familie konnten auch in der Folgezeit noch im kirchlichen und politischen Leben einflussreiche Stellungen gewinnen. Die Linie Fugger-Babenhausen wurde 1803 in den Reichsfürstenstand erhoben.

In Augsburg errichteten die Fugger das Fuggerhaus und die Fuggerei (1511 – 1517), eine Siedlung für mittellose Bürger.