Gao Xingjian
chinesischer Schriftsteller und Dramaturg, * 4. 1. 1940 Ganzhou; 1966 – 1976 während der Kulturrevolution politische Umschulung in einem Lager. Ab Beginn der 1980er Jahre erste Publikationen, 1983 Durchbruch mit dem Schauspiel „Die Busstation – eine lyrische Komödie aus der Volksrepublik China“. Internationale Anerkennung fand Gao 1985 mit dem regierungskritischen Stück „Der wilde Mann“, das in China heftige Debatten auslöste und verboten wurde. Gao verbindet in seinen Werken Elemente des abendländischen und chinesischen Theaterstils. 1987 ging er ins Exil nach Paris, 2000 erhielt er als erster Chinese den Nobelpreis für Literatur. Weitere Werke: „Das andere Ufer“ 1986; „Die Flucht“ 1992; „Buch eines einsamen Menschen“ 1999.