Giscard d ’ Estaing

Valéry, französischer Politiker, * 2. 2. 1926 Koblenz; Staatsbeamter, seit 1956 parteiloser Abgeordneter, 1962 – 1966 und 1969 – 1974 Finanz- und Wirtschaftsminister. 1966 gründete Giscard d ’ Estaing die Partei der unabhängigen Republikaner. 1974 wurde er mit Unterstützung der Gaullisten zum Präsident gewählt; der gaullistische Parteichef J. Chirac war 1974 – 1976 sein Premierminister. Giscard d ’ Estaing bemühte sich jedoch um Distanz zum Neogaullismus und um eine „neue Mehrheit“ unter Einschluss der Mittelparteien (Premierminister R. Barre 1976 – 1981). Reformansätze kamen wegen der Mehrheitsverhältnisse und der sich verschärfenden Wirtschaftskrise nicht zum Abschluss. Bei der Präsidentschaftswahl 1981 unterlag Giscard d ’ Estaing dem Sozialisten F. Mitterrand . 2001 – 2003 fungierte Giscard d ’ Estaing als Vorsitzender des Europäischen Verfassungskonvents, 2003 erhielt er den Karlspreis und wurde Mitglied der Académie française. Memoiren: „Macht und Leben“ deutsch 1988.