Haie
Ordnung der Knorpelfische mit rund 460 Arten. Haie haben einen torpedoförmigen, unterseits oft abgeplatteten Körper mit asymmetrischer (heterozerker) Schwanzflosse: Der obere Lappen, in den die Wirbelsäule mündet, ist länger als der untere. Das Maul ist unterständig. Vor den Bauchflossen sitzen 5 – 7 Kiemenspalten. Das Gebiss besteht aus mehreren Reihen meist scharfer Zähne, wobei die hinteren unterschiedlich weit entwickelt sind und als Ersatzzähne dienen, die bei Bedarf nach vorne rücken, sobald ein aktiver Zahn aus der vorderen Reihe bricht oder abgenutzt ist. Haie können in ihrem Leben über 20 000 Zähne verbrauchen. Haie haben keine Schwimmblase und müssen daher dauernd schwimmen, um nicht abzusinken. Die Männchen haben zur inneren Befruchtung ein besonderes Begattungsorgan (Pterygopodium oder Mixopterygium) aus umgebildeten Bauchflossen. Die Jungen schlüpfen zumeist noch im Eileiter und werden lebend geboren. Einige Arten legen befruchtete Eier ab. Die Größe der Haie reicht von 15 cm beim Zwerghai (Squaliolus laticaudus) , bis 18 m beim Walhai (Rhincodon typus) . Die größten Haie sind harmlose Planktonfresser, die Übrigen ernähren sich räuberisch. Besonders Blauhai , Tigerhai und Menschenhai können auch dem Menschen gefährlich werden. Haie werden ihrerseits vom Menschen als Speisefische gejagt. In Asien gelten ihre Flossen als begehrte Spezialitäten („Haifischflossensuppe“). Viele Haie stehen daher schon auf der roten Liste der gefährdeten Arten.
Zu den Haien zählen u. a. die Familien Grauhaie, Krausenhaie, Hornhaie, Sandhaie, Makrelenhaie, Riesenhaie, Ammenhaie, Katzenhaie , Walhaie, Blauhaie, Hammerhaie, Dornhaie , Nagelhaie, Sägehaie, Engelhaie.
Auch: Haifische, ; Selachii