Hochgeschwindigkeitsumformung
Verfahren, bei denen Werkstoffe unter extrem hohen, früher nicht gebräuchlichen Geschwindigkeiten umgeformt werden. Bei der Explosionsumformung wird die erforderliche Energie durch Sprengstoff gewonnen und durch Wasser, Luft, Öl oder Sand auf den Werkstoff (ein ebenes Blech oder ein Hohlkörper) übertragen, die in die Form gepresst werden. Bei hydroelektrischen Verfahren wird durch eine Hochspannungsentladung unter Wasser eine Druckwelle erzeugt, die den Werkstoff umformt. Bei elektromagnetischen Verfahren dienen elektromagnetische Impulse zur Krafteinwirkung auf das Werkstück. Für pneumatisch-mechanische Verfahren wurden besondere Maschinen konstruiert, in denen hochverdichtete Gase einem Arbeitskolben und damit dem Werkzeug eine sehr hohe Geschwindigkeit erteilen. Durch Hochgeschwindigkeitsumformung können alle Metalle, besonders auch hochfeste Metalllegierungen, bearbeitet werden. Mit Explosivstoffen ist auch das Verdichten und Plattieren von Metallen sowie das Verfestigen und Oberflächenhärten von Stahl möglich.
Auch: Hochenergieumformung, ; Hochleistungsumformung, ; Hochdruckenergieverfahren