Hochzeit
das Fest der Eheschließung, zu dem Bräuche wie der Polterabend, der Ringtausch, der Kirchgang (mit Brautführer und -jungfern), die festliche Kleidung (Braut: weißes Kleid, Brautkranz oder -krone, Strauß; Bräutigam: dunkler Anzug, Myrtensträußchen am Revers), das Festmahl (mit Brauttanz, Verteilen von Geschenken, Brautentführung) gehören. Auch um die standesamtliche Trauung haben sich besondere Bräuche entwickelt; dagegen sind Bräuche der bäuerlichen Kultur (z. B. Brautwerber, Hochzeitsbitter, Überführung der Mitgift im Kammerwagen) kaum noch üblich. – Bei den Hochzeitsjubiläen, die ursprünglich regional unterschiedliche Namen besaßen, pflegt man mittlerweile die Wiederkehr des Hochzeitstags nach 25 als silberne , nach 50 als goldene , nach 60 als diamantene und nach 65 Jahren als eiserne Hochzeit zu bezeichnen.