Investmentbank

Spezialbank für Investmentgeschäfte mit den Schwerpunkten: Beratung beim Erwerb und Verkauf von Unternehmensbeteiligungen, z. B. für eine Kapitalaufnahme von Unternehmen, Emission und Handel mit Wertpapieren, Devisen und umfangreichen Kapitalanlagen; entstanden vor allem im angelsächsischen Trennbankensystem durch den Banking Act von 1933 und 1935 in den USA, der die uneingeschränkte Trennung zwischen Kredit- und Einlagengeschäft auf der einen Seite und dem Wertpapiergeschäft auf der anderen Seite verfügte. Er sollte verhindern, dass Kundeneinlagen für riskante Anlagegeschäfte einer Bank genutzt würden; 1999 aufgehoben, was zu einer zunehmenden Vermischung von Universalbanken und Investmentbanken führte. 2008 gaben im Zuge der US-Bankenkrise die letzten beiden verbliebenen Investmentbanken Goldman Sachs und Morgan Stanley ihren rechtlichen Sonderstatus auf und stehen nun wieder unter verschärfter Kontrolle der Finanzaufsicht. Zuvor verloren bereits Bear Stearns , Lehman Brothers und Merrill Lynch durch Übernahme ihren Sonderstatus.