Jagdgewehr
die zur Jagd verwendete Feuerwaffe. Die hohe Jagd wird mit Büchsen ausgeübt, die niedere Jagd mit Flinten. Die Büchsen haben einen gezogenen Lauf, aus dem ein Einzelgeschoss (die Kugel ) abgeschossen wird, die Flinten dagegen einen glatten Lauf, aus dem eine Schrotladung (mehrere runde Bleikugeln im Durchmesser von meist 2 – 4 mm) abgefeuert wird.
Bei den Büchsen unterscheidet man einläufige, doppelläufige und Repetierbüchsen. Die ein- und doppelläufigen Büchsen (Pirsch-, Doppelbüchsen, Stutzen) haben einen Kipplaufverschluss; bei ihnen wird der Lauf zum Laden und Spannen gekippt. Die Repetierbüchsen haben ein Magazin und den Schlossmechanismus der Militärgewehre ( Mauser , Mannlicher ). Die gebräuchlichsten Kaliber (Laufdurchmesser) sind: 5,6, 6,5, 7,0, 8,0 und 9,3 mm.
Bei den Flinten unterscheidet man Automaten (Browning) , die aus einem Lauf mehrere Schüsse abfeuern können (mit Magazin), sowie ein- und doppelläufige Flinten mit Kipplaufverschluss. Meist sind Doppelflinten im Gebrauch, deren linker Lauf Chokebore hat.
Kombinierte Jagdgewehre (mit Kugel- und Flintenlauf) sind sehr gebräuchlich. Die Büchsflinte hat je einen nebeneinander liegenden Kugel- und Flintenlauf, der Büchsdrilling zwei Kugelläufe und einen Flintenlauf, der Drilling einen Kugellauf und zwei Flintenläufe, der Vierling je zwei Kugel- und Flintenläufe.