Kaiserkult
die Verehrung des röm. Kaisers als göttl. Überperson (Apotheose) nach oriental.-hellenist. Vorbild, voll ausgebildet unter Augustus (28 v. – 14 n. Chr.). Domitian (81 – 96) nannte sich „Dominus et Deus“ (Herr u. Gott), was aber eine Einzelerscheinung bis in die Soldatenkaiserzeit (235 – 284) blieb, in der Elagabal (218 – 222) u. Aurelian (270 – 275) als Inkarnationen des Sonnengottes erschienen, Diocletian (284 – 305) u. Maximianus (285 – 305) als „Domini nostri“ (unsere Herrgötter). Der K. lebte im christl. Gottesgnadentum lange fort.