Keßler
Heinz, Politiker (SED) und Offizier (1985 Armeegeneral), * 26. 1. 1920 Lauban; Maschinenschlosser; seit 1946 Mitglied des Parteivorstandes bzw. ZK der SED; seit 1985 Minister für Nationale Verteidigung der DDR; seit 1986 Mitglied des Politbüros der SED; verlor nach dem Umsturz 1989 alle Ämter und wurde 1990 aus der Partei ausgeschlossen. 1994 wurde Keßler wegen Totschlags im Zusammenhang mit dem Schießbefehl an der innerdeutschen Grenze zu einer Haftstrafe von 7 Jahren und 6 Monaten verurteilt. 1996 trat er die Strafe an. 1998 wurde er vorzeitig aus der Haft entlassen.