Kinderzeichnung

der zeichnerische und malerische Ausdruck des Kindes. Grundlegend für die Beurteilung der Kinderzeichnung ist die Erkenntnis, dass das Kind kein Wahrnehmungs-, sondern ein Gedankenbild wiedergibt. Die Entwicklung vollzieht sich in mehreren Abschnitten: Nach Kritzeleien von schwer erkennbarer gegenständlicher Bedeutung entstehen zeichenhaft abgekürzte Figuren; Oben und Unten wird schon betont, dann beginnt die teilweise Nachahmung der Wirklichkeit (4. – 6. Jahr). Mit dem Versuch vollständiger Naturnachahmung, d. h. mit perspektivischer Wiedergabe, endet die Entwicklung. Besonders im 20. Jahrhundert haben sich Künstler von Kinderzeichnungen inspirieren lassen, z. B. P. Klee , G. Grosz.