Kluge
- Jahr
- 1968
- Land
- Deutschland
- Regie
- Alexander Kluge
- Kamera
- Günter Hörmann, Thomas Mauch
- Drehbuch
- Alexander Kluge
- Schauspieler
- Hannelore Hoger, Siegfried Graue, Alfred Edel, Eva Oertel
- Auszeichnungen
- Goldener Löwe Filmfestival Venedig 1968 für Film
- Original-Titel
- DIE ARTISTEN IN DER ZIRKUSKUPPEL: RATLOS
- Deutscher Titel
- Die Artisten in der Zirkuskuppel: ratlos
Alexander, deutscher Filmemacher und Schriftsteller, * 14. 2. 1932 Halberstadt; Jurist; arbeitete als Regieassistent von Fritz Lang und wurde als Mitgestalter des „Oberhausener Manifests“ 1962 zum wichtigen Ideengeber des Neuen bzw. Jungen deutschen Films; seine filmischen Arbeiten zeichnen sich durch die geschickte Verbindung disparater Ton-, Bild- und Textelemente aus und haben essayistisch-dokumentarischen Charakter; drehte u. a. „Abschied von gestern“ 1966; „Die Artisten in der Zirkuskuppel: ratlos“ 1968; „Deutschland im Herbst“ (Co-Regie) 1978; „Die Patriotin“ 1979; „Die Macht der Gefühle“ 1983; „Der Angriff der Gegenwart auf die übrige Zeit“ 1985; „Vermischte Nachrichten“ 1986; „Nachrichten aus der ideologischen Antike. Marx – Eisenstein – Das Kapital“ 2008; gründete 1988 eine Produktionsfirma zur Schaffung von Kulturprogammen für verschiedene Fernsehsender (dctp); daneben auch umfangreiche schriftstellerische Tätigkeit; schrieb Romane, Erzählungen und Sachbücher; arbeitete gemeinsam mit dem Soziologen Oskar Negt an einer Weiterentwicklung der kritischen Theorie ; Werke u. a.: „Lebensläufe“ 1962; „Schlachtbeschreibung“ 1964; „Öffentlichkeit und Erfahrung“ (mit O. Negt) 1972; „Neue Geschichten“ 1977; „Geschichte und Eigensinn (mit O. Negt) 1981; „Bestandsaufnahme – Utopie Film“ 1983; „Maßverhältnisse des Poltischen“ (mit O. Negt) 1992; „Die Wächter des Sarkophags“ 1996; „Chronik der Gefühle“ 2 Bde. 2000; „Die Lücke, die der Teufel läßt“ 2003; „Tür an Tür mit einem anderen Leben“ 2006; „Das Labyrinth der zärtlichen Kraft, 166 Liebesgedichte“ 2009; „Das Bohren harter Bretter“ 2011; erhielt 2003 den Georg-Büchner-Preis und 2009 den Theodor-W.-Adorno-Preis.