Kor ạ llenbauten

ungeschichtete Kalkablagerungen, die aus den Skeletten von Korallen aufgebaut sind, häufig in Küstennähe tropischer Meere. Ihre Bildung ist an eine Temperatur von mindestens 18 – 20 °C, eine Wassertiefe von nicht mehr als 40 m (Optimum 4 – 10 m) und klares, bewegtes Salzwasser gebunden. Man unterscheidet: 1. Korallenbänke (von Riffkorallen bewachsene breite Meeresuntiefen); 2. Saumriffe, Küsten- und Strandriffe (durch einen Riffkanal vom Festland getrennt); 3. Wall-, Barriere- oder Dammriffe (mit einem durch Meeresspiegelanstieg oder Landsenkung verbreiterten Riffkanal; z. B. das Große Barriereriff ); 4. Atolle , Lagunen-, Kranzriffe. Die Entstehung von Korallenatollen hängt ab von der relativen Veränderung des Meeresspiegels (durch Meeresspiegelanstieg oder Absenkung der oft vulkanischen Unterlage). Die abgesunkenen Korallen sterben hierbei ab, und neue bauen in ihrem besonderen Lebensbereich darauf auf. Die Reste paläozoischer und mesozoischer Korallenbauten findet man heute in Gebirgen (z. B. Dolomiten). Die zunehmende Verschmutzung der Meere, die Erwärmung und der steigende Säuregehalt des Meerwassers führen zu einer starken Gefährdung der Korallenbauten.