Kult ụ rbund
die „sozialistische Massenorganisation aller kulturell Tätigen und Organisierten“ in der DDR mit 270 000 Mitgliedern; beeinflusste das kulturelle Leben im Sinne der SED, unterhielt Interessengemeinschaften und „Klubs der Intelligenz“; veranstaltete Ausstellungen, Wettbewerbe, Vorträge und gab die Wochenzeitung „Sonntag“ heraus. Der Kulturbund hatte eine eigene Fraktion in der Volkskammer und Abgeordnete in den örtlichen Volksvertretungen. Er wurde 1945 als Kulturbund zur demokratischen Erneuerung Deutschlands gegründet, 1958 in Deutscher Kulturbund und 1972 in Kulturbund der DDR umbenannt. 1990 wurde der Kulturbund neu gegründet. Er arbeitet auf Länderebene in den Bereichen Denkmalpflege, Umwelt- und Naturschutz.