Liberia

© wissenmedia Liberia: Tropenholz Tropenholzverarbeitung Die Wälder Liberias erbringen Edelhölzer. Vor der Verarbeitung werden die riesigen Stämme genau vermessen und markiert. © wissenmedia Rückläufige Weltmarktpreise für die Hauptausfuhrprodukte Kautschuk und Eisenerz lösten in den 1980er Jahren eine schwere Wirtschaftskrise aus. Der Bürgerkrieg ruinierte das Land endgültig. Die Infrastruktur wurde zerstört, die natürlichen Ressourcen, vor allem Gold und Diamanten, wurden für Waffenkäufe rücksichtslos ausgebeutet. Die Arbeitslosenrate stieg auf 87%.

Die Landwirtschaft bildet die Existenzgrundlage für einen Großteil der Bevölkerung. Kleinbauern bauen zur Eigenversorgung vornehmlich Reis, Maniok, Jams und Bananen an. Zur Deckung des Nahrungsmittelbedarfs sind jedoch zusätzliche Importe erforderlich. Die riesigen Kautschukplantagen liegen meist in den Händen internationaler Konzessionäre. Die Regenwälder liefern wertvolle Edelhölzer für den Export. Eine wichtige Devisenquelle des Landes ist das Schifffahrtsregister. Auf dem Papier besitzt Liberia eine der größten Handelsflotten der Erde. Doch gehören die aus steuerlichen Gründen unter liberianischer Flagge fahrenden Schiffe fast ausschließlich ausländischen Reedereien.