Mantelgeschoss
ein Geschoss, dessen Kern mit einer Hülle (Mantel) aus (anderem) Metall überzogen ist. Langgeschosse der Geschütze hatten bis etwa 1880 als Mantel einen Bleiüberzug; er wurde später durch Führungsringe aus Kupfer ersetzt. – Bei Handfeuerwaffen hat der Bleikern eine Umhüllung aus Kupfer, Nickel oder Stahl; dieses Geschoss heißt Vollmantelgeschoss ; erhält nur sein unterer Teil die Umhüllung und bleibt der obere Teil des Bleikerns frei, so nennt man es Halbmantelgeschoss ; es reißt schwere Wunden und darf nach der Haager Landkriegsordnung von 1907 im Krieg nicht verwendet werden ( Dumdumgeschoss ).