Mao Zedong

Im Oktober 1949 rief Mao Zedong die Volksrepublik China aus; er wurde Vorsitzender der Zentralen Volksregierung, 1954 nach Annahme der neuen Verfassung Vorsitzender der Volksrepublik (Staatsoberhaupt). Unter Mao Zedongs Leitung begann die sozialistische Umgestaltung Chinas.

1957 leitete er die Hundert-Blumen-Kampagne für größere Meinungsfreiheit ein, die bald wieder abgebrochen wurde. 1958 proklamierte er den Großen Sprung nach vorn , die sofortige Errichtung der kommunistischen Gesellschaftsordnung unter Überspringung bis dahin für notwendig gehaltener Etappen. Diese von der sowjetischen Führung missbilligte Politik sowie außenpolitische Differenzen führten zu einem sich ständig verschärfenden Konflikt mit Moskau und letztlich zur Spaltung der kommunistischen Weltbewegung. Mao Zedong erhob seither Anspruch auf die Führungsposition im Weltkommunismus. In China entwickelte sich, zweifellos von ihm selbst gefördert, ein zunehmender Kult um seine Person. Nach wirtschaftlichen Rückschlägen, die Machtkämpfe im Gefolge hatten, trat Mao Zedong 1959 als Staatsoberhaupt zurück, behielt aber seine Parteiämter.

Auch: Mao Tsetung