Mar ị a Theresia

The referenced media source is missing and needs to be re-embedded. © wissenmedia Maria Theresia (Königin von Ungarn und Böhmen) Maria Theresia (Königin von Ungarn und Böhmen) © wissenmedia Königin von Ungarn und Böhmen, Erzherzogin von Österreich 1740 – 1780, * 13. 5. 1717 Wien, † 29. 11. 1780 Wien.

Die älteste Tochter Kaiser KarlsVI. konnte nach dem Tod ihres Vaters ihre Thronfolge verteidigen, die Habsburger Monarchie gegen äußere Bedrohung erhalten und diese im Innern modernisieren.

1736 hatte Maria Thersia Franz Stephan von Lothringen geheiratet. Nach dem Tod ihres Vaters 1740 trat sie auf Grund der Pragmatischen Sanktion von 1713 die Herrschaft in den habsburgischen Erblanden an. Bayern, Spanien und Sachsen machten, unterstützt von Frankreich, ihrerseits Erbansprüche geltend. Im Dezember 1740 nutzte Friedrich II. von Preußen die machtpolitische Situation aus, fiel in Schlesien ein und begann den 1. Schlesischen Krieg. 1741 rückten ein sächsisches und ein französisch-bayerisches Heer in Böhmen-Österreich sowie spanische Truppen in Italien ein und eröffneten den Österreichischen Erbfolgekrieg (1740 – 1748). Zwar musste Maria Theresia im Breslauer Frieden 1742 und im Frieden zu Dresden 1745 auf Schlesien, im Frieden von Aachen , der den Erbfolgekrieg beendete, 1748 auf Parma und Piacenza verzichten, und ihre Anerkennung als Erbin der Monarchie durchgesetzt. Am 4. 10. 1745 war ihr Mann als Franz I. zum Kaiser gekrönt worden, seitdem wurde sie als Kaiserin bezeichnet.

In den nun folgenden Friedensjahren verwandte Maria Thersia ihre ganze Tatkraft auf die Verbesserung der Verwaltung, Hebung der Finanzen und Schaffung eines schlagkräftigen Heers. F. von Haugwitz stand ihr für das Heereswesen zur Seite. Der Ratgeber für die äußeren Angelegenheiten, Staatskanzler Fürst Kaunitz , bewog Maria, 1756 ein Bündnis mit Frankreich, ebenso mit Sachsen, Schweden und Russland zu schließen, um Schlesien wiederzugewinnen.

Der nun ausbrechende und für beide Seiten äußerst verlustreiche Siebenjährige Krieg gegen Preußen, das sich mit England verbündet hatte, endete 1763 mit dem Hubertusburger Frieden , in dem Österreich Schlesien endgültig an Preußen abtreten musste. Nach dem Tod Franz ’ I. (1765) wurde ihr Sohn Joseph II. Mitregent und Kaiser.

Maria Thersia nahm sich der inneren Verwaltung, der Belebung von Handel und Gewerbe, Gründung von Volksschulen und Förderung der Landwirtschaft an. Sie hob die Folter auf, milderte die Leibeigenschaft und ließ 1768 ein neues Strafgesetzbuch herausgeben.

Nur widerstrebend beteiligte sie sich 1772 an der 1. Teilung Polens, durch die Galizien an Österreich fiel. 1775 gewann sie die Bukowina vom Osmanischen Reich. Im Bayerischen Erbfolgekrieg 1778/79 kam das Innviertel an Österreich.

Trotz ihrer Frömmigkeit wahrte Maria Theresia ihre Selbständigkeit gegenüber der katholischen Kirche und verfügte die Aufhebung des Jesuitenordens. Ihrer Ehe mit Franz I. entstammten 16 Kinder, von denen 6 zu ihren Lebzeiten starben.