Marseille

südfranzösische Großstadt (nach Paris zweitgrößte französische Stadt) und Mittelmeerhafen am Golfe du Lion, Verwaltungssitz der Region Provence-Alpes-Côte-d ’ Azur und des Départements Bouches-du-Rhône, 809 000 Einwohner, als Agglomeration 1,3 Mio.; katholischer Erzbischofssitz; Alte (12. Jahrhundert) und Neue Kathedrale (19. Jahrhundert), mehrere Fakultäten der Universität Marseille-Aix (1854), Technische und andere Hochschulen, wissenschaftliche Institute, Observatorium, Bibliotheken; Museen, Theater und Oper; auf einem 154 m hohen Kalkhügel als Wahrzeichen die Wallfahrtskirche Notre-Dame-de-la-Garde (19. Jahrhundert); Kulturzentrum Vieille Charité (17. Jahrhundert), alter Hafen Vieux Port (Jachthafen); Tourismus; Börse; petrochemische Industrie, Schiff-, Maschinen-, Fahrzeugbau, Metall-, Bau- und Nahrungsmittelindustrie, Ölraffinerien und Erdölverladehafen bei Lavéra; wichtiger Handelshafen: Einfuhr überseeischer Rohstoffe (überwiegend Erdöl und Erdölprodukte) und Nahrungsmittel, Passagier- und Fischereihafen; internationaler Flughafen bei Marignane, Fährverbindung nach Ajaccio (Korsika), TGV-Verbindung nach Paris.

Um 600 – 550 v. Chr. von Griechen gegründet, schon in der Antike (griechisch Massalia , lateinisch Massilia ) ein blühendes Handelszentrum, 481 westgotisch, 510 ostgotisch, 536 fränkisch, 879 zu Niederburgund, 1216 selbständige Republik, 1481 französisch.