Militar ị smus
in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts aufgekommenes Schlagwort zur Kennzeichnung einer Überbewertung bis Verabsolutierung des Militärischen gegenüber dem Politischen; äußert sich z. B. als Vorrang der militärischen Stärke des Staats, als Prägung des zivilen Lebens durch militärische Formen und Erfordernisse (z. B. Gehorsam, Uniformierung) oder als Bevorzugung des Militärs. Der Militarismus beginnt dort, wo zwischen einem zweckgebundenen Militär und dem Militärischen als Selbstzweck nicht unterschieden wird.