Mittelschule

bis 1964 in Deutschland Bezeichnung für die Realschule ; die Mittelschule gibt es seit 1992 wieder im Land Sachsen als weiterführende Schulform neben dem Gymnasium. Sie ist eine differenzierte Schulform mit den Klassen 5 bis 10, die sich in einen Hauptschul- und einen Realschulbildungsgang gliedert und eine allgemeine sowie berufsvorbereitende Bildung vermittelt. Die Klassen 5 und 6 dienen zur Orientierung und haben den gleichen Lehrplan, ab Klassenstufe 7 findet eine abschlussbezogene Differenzierung statt; je nach Leistung ist auch ein späterer Wechsel zwischen den Bildungsgängen oder an ein Gymnasium möglich. – In Österreich gibt es den Modellversuch einer „Kooperativen Mittelschule“ als Kombination aus Hauptschule und der Unterstufe der allgemeinbildenden höheren Schulen. – In der Schweiz wird je nach Kanton die Sekundarstufe II an Gymnasien als Mittelschule bezeichnet.