Nig ẹ ria
Die tragende Säule der nigerianischen Wirtschaft sind die reichen Erdölvorkommen. Die Exporteinnahmen ermöglichten in den 1970er Jahren einen raschen Wirtschaftsaufschwung. Der allgemeinen Ölpreisverfall Anfang der 1980er Jahre sowie Korruption, Missmanagement und verfehlte Investitionspolitik – vor allem bei prestigeträchtigen Großprojekten – lösten jedoch eine tiefe Krise aus, die eine hohe Auslandverschuldung nach sich zog. Durch den neuerlichen Ölpreisanstieg haben sich inzwischen die Rahmenbedingungen verbessert. Dennoch leben in Nigeria, dem zehntgrößten Erdölexporteur der Welt, rund 70% der Bevölkerung aufgrund der ungleichen Einkommensverteilung unterhalb der Armutsgrenze.