Österreich

1278 besiegte Rudolf von Habsburg Ottokar bei Dürnkrut und gewann damit Land und Krone Österreichs. Nach mehreren Teilungen entstanden drei habsburgisch-österreichische Länder: Niederösterreich (Nieder- und Ober-Österreich), Innerösterreich (Steiermark, Kärnten, Krain, Istrien, Triest) und Vorderösterreich (Tirol, Vorarlberg und die schwäbischen und elsässischen Vorlande). Von 1452 bis 1806 (mit Ausnahme 1742 – 1745) stellten die Habsburger die Kaiser des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation. Besonders durch eine geschickte Heiratspolitik erweiterten sie sowohl ihr Territorium als auch ihren politischen Einfluss erheblich. So gewannen sie die Niederlande und den größten Teil Burgunds, Spanien (einschließlich seiner Nebenländer) und das damit verbundene Kolonialreich in Amerika. 1526 erhielt das Haus Habsburg durch Erbvertrag auch Böhmen, Mähren, Schlesien und Teile Ungarns. Nach der Abdankung Karls V. 1556 spalteten sich die Habsburger endgültig in eine spanische und eine österreichische Linie auf.