Österreich

Die Revolution 1848 wurde in Wien blutig niedergeschlagen. Kaiser Ferdinand I. dankte ab und Franz Joseph I. übernahm die Regierung. Im Konflikt mit Preußen um die Vormachtstellung im deutschen Raum musste Österreich im Deutschen Krieg 1866 eine schwere Niederlage hinnehmen und aus dem Deutschen Bund ausscheiden. Auch die Lombardei und Venetien gingen verloren. 1867 entstand die Doppelmonarchie Österreich-Ungarn. Jeder der beiden Staaten – Transleithanien (Ungarn mit seinen Nebenländern) und Cisleithanien (die österreichischen Kronländer) – erhielt eine Verfassung, und der österreichische Kaiser war zugleich König von Ungarn. In den folgenden Jahren wurde der Vielvölkerstaat von zahlreichen Nationalitätenkonflikten erschüttert. Die Lage auf dem Balkan verschärfte sich nach der Annexion Bosniens und der Herzegowina 1908. Als der österreichische Thronfolger Franz Ferdinand am 28. 6. 1914 in Sarajevo von serbisch-bosnischen Nationalisten ermordet wurde, brach der 1. Weltkrieg aus, der 1918 mit der vollständigen Niederlage endete.