Ordensarchitektur

die über das gesamte Europa verbreitete Kloster- und Kirchenbaukunst der Mönchsorden, von großer Bedeutung für die Entwicklung der abendländischen Architektur. Der Benediktinerorden pflegte seit seiner Gründung im 6. Jahrhundert das künstlerische Erbe der Antike. Aus ihm gingen die Orden der Cluniazenser und Zisterzienser hervor, deren im 11. und 12. Jahrhundert errichtete Kirchen sich bewusst von der übrigen Kirchenarchitektur abhoben. Die Zisterzienserkirchen haben die frühgotische Kathedralbaukunst in Deutschland stark beeinflusst (Dome in Magdeburg, Bremen, Bamberg, Breslau). Die Bettelordensarchitektur erreichte im 13. und vor allem im 14. Jahrhundert ihre höchste Blüte. Im 13. und 14. Jahrhundert entstanden in den Ostseeländern die gewaltigen Ordensburgen der Deutschherren.