P ẹ rikles

Das nach ihm benannte Perikleische Zeitalter war der Höhepunkt der Geschichte Athens: Blüte von Handel und Gewerbe, Ausbau der Akropolis (Parthenon und Propyläen), Aufschwung von Kunst, Literatur und Wissenschaft, woran Persönlichkeiten wie Phidias, Sophokles, Herodot, Anaxagoras beteiligt waren. Die in dieser Epoche stark expansive Außenpolitik Athens führte trotz schwerer Rückschläge (Verlust eines Großteils der Flotte in Ägypten; Scheitern einer von Perikles geplanten gesamtgriechischen Friedenskonferenz 446 v. Chr. am Widerstand Spartas) zu einer erheblichen Erweiterung der athenischen Interessensphäre über die Ägäis hinaus im östlichen Mittelmeer, im Schwarzmeergebiet und in Sizilien/Süditalien (Kolonie Thurioi 444 v. Chr. gegr.). V. a. das athenische Drängen zu den Märkten im Westen verursachte Reibungen mit Korinth, dem wichtigsten Bundesgenossen Spartas im Peloponnesischen Bund, und bildete neben der kompromisslosen Haltung Athens gegenüber Megara einen der Anlässe zum Krieg mit Sparta, das 446/45 v. Chr. einen 30-jährigen Frieden mit Athen geschlossen hatte.