Pferde
Aus dem Wildpferd wurden unsere Hauspferde in all ihren Formen gezüchtet. Es gibt vier Rassengruppen: Vollblut, Warmblut, Kaltblut und Ponys. Die beiden einzigen Vollblutrassen, Arabisches und Englisches Vollblut, sind bei der Enwicklung fast aller Warmblutrassen, meist zur Veredlung, eingekreuzt worden. Warmblüter werden vornehmlich als Reit- und Wagenpferde genutzt. Bekannte Warmblutrassen sind z. B. Anglo-Araber, Lipizzaner und Andalusier. Die Kaltblutrassen (ruhiges Temperament) dienen hauptsächlich als Zugpferde für schwere Lasten, nur noch selten in der Landwirtschaft und bei der Waldarbeit. Die deutschen Warmblutrassen sind durch Einkreuzung von Arabern und Englischem Vollblut (älteste europäische Zucht) mit Landpferderassen entstanden, z. B.: Ostpreußisches (Halbblut Trakehner ), Hannoversches, Oldenburgisches, Holsteinisches und Ostfriesisches Pferd; alle anderen führen ihren Ursprung mehr oder weniger direkt auf diese Rassen zurück. Die Kaltblutrassen haben sich in der Hauptsache aus dem belgischen Kaltblut entwickelt; daneben sind die etwas gängigeren Schleswiger und Noriker (Oberländer und Pinzgauer) in Süddeutschland von Bedeutung. Aus Pferden der amerikanischen Siedler (Spanier, Engländer, Franzosen) entstanden in Amerika einerseits die frei lebenden Mustangs und andererseits die Western-Horses („Ponys“), die für die ausdauernde Arbeit bei den Viehherden gezüchtet wurden und in vielerlei Farbschlägen ( Paint, Quarter-Horse, Appaloosa u. a.) vorhanden sind. Besonders kleine und urtümliche Pferde sind die europäischen Ponys , die weniger als 1,47 m Körperhöhe haben ( Fjordpferd , Haflinger , Shetland-Pony , argentinisches Falabella-Pony [75 cm groß]). An Farben treten braun in verschiedenen Schattierungen (Brauner), weiß (Schimmel), schwarz (Rappe), rotbraun (Fuchs), gelbgrau (Falber) und goldgelb (Isabell) auf, teilweise auch mit Abzeichen . Schecken sind weiß mit braunen oder schwarzen Flecken.
Auch: Einhufer, ; Equidae