Polarisati ọ n
die Erscheinung, dass ein ursprünglich homogenes Medium Punkte oder Flächen entgegengesetzter (polarer) Eigenschaften annimmt. Beispiele für Polarisation:
1. elektrische Polarisation: Bei Materie, die sich in einem elektrischen Feld (z. B. eines Plattenkondensators) befindet, verschieben sich überall die Elektronen der Atomhülle gegenüber den Atomkernen. Es treten also Ladungsverschiebungen auf; die Substanz ist polarisiert. Der Vorgang heißt Verschiebungspolarisation.
2. magnetische Polarisation: Werden in einem Magnetfeld magnetisierbare Stoffe polarisiert, dann richten sich die Elementarmagneten aus. Die Pole der Elementarmagneten heben sich nicht mehr in ihrer Wirkung auf ( Magnetismus ).
3. Polarisation von Licht: Gewöhnliches Licht ist unpolarisiert. Lässt man die Lichtwellen durch ein Polarisationsfilter (z. B. Nicol ’ sches Prisma) laufen, so bleibt nur ein polarisierter Anteil übrig, d. h. der das Licht beschreibende elektrische Feldvektor schwingt senkrecht zur Fortpflanzungsrichtung in einer geraden Linie (linear polarisiert) ; dreht sich der Vektor in einer Ebene, so liegt zirkular (auch elliptisch ) polarisiertes Licht vor. Polarisiertes Licht kann durch Polarisationsfilter unterdrückt werden ( Polarimeter ). Bei linear polarisiertem Licht heißt die aus Polarisations- und Fortpflanzungsrichtung gebildete Ebene Polarisationsebene.