Pri ọ nen
von englisch proteinaceous infections particle , sehr kleine Proteinpartikel (kleiner als Viren), die eine ursächliche Rolle bei der Entstehung verschiedener Prionenerkrankungen bei Mensch und Tier spielen (z. B. Creutzfeldt-Jakob-Krankheit; BSE , Scrapie ). Prionen, die selbst keinerlei Erbinformation besitzen, können dem normalen, insbesondere in den Nervenzellen des Gehirns vorkommenden Prion-Protein durch Kontakt ihre krankmachende Gestalt (Konfiguration) aufzwingen. Dieser Vorgang kann sich wie eine Kettenreaktion fortpflanzen und zerstört dann die betroffene Nervenzelle. Erkranktes Gehirngewebe erscheint durchlöchert wie ein Schwamm (spongiform) . Zwar ist der Aufbau der Prion-Proteine (Aminosäuresequenz) bei verschiedenen Arten unterschiedlich, dennoch ist eine Übertragung von Prionen über Artgrenzen hinweg möglich. Sehr selten können die krank machenden Prion-Formen auch durch Mutationen oder ohne ersichtlichen Grund entstehen, wie vermutlich bei der manchmal familiär gehäuft auftretenden Creutzfeldt-Jakob-Krankheit. Die Inkubationszeiten bei Prionenerkrankungen sind mit bis zu 30 Jahren besonders lang.