Runge

Philipp Otto, deutscher Maler und Grafiker, * 23. 7. 1777 Wolgast, † 2. 12. 1810 Hamburg; Hauptmeister der romantischen Malerei in Deutschland, seit 1797 in Hamburg ausgebildet, 1799 – 1801 in Kopenhagen, seit 1801 in Dresden, befreundet mit Künstlern der deutschen Romantik, u. a. mit C. D. Friedrich und L. Tieck ; seit 1804 in Hamburg tätig. In Runges Kunst verkörpern sich starkes naturmystisches Erleben und eine die Welt als beseelte Gottesschöpfung deutende, sich in Gedankenbildern ausdrückende Vorstellungswelt. In stilistischer Hinsicht ist sie noch stark von der Umrissbetonung des Klassizismus bestimmt. Hauptwerke: Folge „Die Tageszeiten“ seit 1803, ausgeführt: „Der Morgen“ 2 Fassungen 1808/09; „Wir drei“ 1805; „Die Hülsenbeck ’ schen Kinder“ 1805/06; „Ruhe auf der Flucht nach Ägypten“ 1805/06; Doppelbildnis der Eltern 1806; Bildnisse der Kinder und Gattin 1807/08; Selbstbildnis 1809/10; Schriften zur Farbenlehre.