Säuglingssterblichkeit

statistische Größe, die sich durch die Zahl der im 1. Lebensjahr verstorbenen Säuglinge, bezogen auf die Zahl der Lebendgeborenen im selben Zeit- und Lebensraum, ausdrückt. Sie gibt Auskunft über die medizinischen und hygienischen Verhältnisse eines Landes und schließt die besonders hohe Neugeborenen- oder Frühsterblichkeit mit ein ( 1 / 3 – 1 / 2 der Säuglingssterblichkeit). In Deutschland lag die Säuglingssterblichkeit um 1900 bei 20% und ging durch die Fortschritte in der Medizin und Säuglingsfürsorge und die Besserung der Lebensverhältnisse auf 6% (1939) zurück. 1950 – 2008 sank die Säuglingssterblichkeit nochmals von 55,3 ‰ auf 4,03 ‰ . Die niedrigste Säuglingssterblichkeitsrate ( ‰ ) findet man heute in Singapur (2,3), Schweden (2,75), Japan (2,8), Island (3,25) und Frankreich (3,36), die höchste (bis 182) in den Ländern Zentralafrikas.

Auch: Erstjahrssterblichkeit