Sartre
- Genre
- Drama in sieben Bildern
- Verfasser
- Sartre , Jean-Paul
- Original-Titel
- Les mains sales
- Deutscher Titel
- Die schmutzigen Hände
- Veröffentlicht
- Frankreich
- Erscheinungsjahr
- 1948
Jean-Paul, französischer Philosoph und Schriftsteller, * 21. 6. 1905 Paris, † 15. 4. 1980 Paris; Lebensgefährte von Simone de Beauvoir. Begründer und Hauptvertreter des französischen Existenzialismus. Angeregt durch die deutsche Existenzphilosophie und in Auseinandersetzung mit dem Marxismus vertrat er eine humanistische Philosophie der Freiheit in einer Welt ohne Gott: Der Mensch, der kein von vorneherein festgelegtes Wesen besitzt, sei „zur Freiheit verurteilt“, d. h. ständig gezwungen, sich verantwortlich zu entscheiden und sich dadurch selbst zu entwerfen. Auch politisch trat Sartre hervor, während des 2. Weltkriegs als Widerstandskämpfer, später durch Gründung einer Partei, des Rassemblement Démocratique Révolutionnaire, seit Ende der 1960er Jahre als Protektor von Gruppen der äußersten Linken.
Besonders stark war seine Wirkung als Schriftsteller und Dramatiker. In Abhandlungen, Romanen und Dramen zeigt er die Sinnlosigkeit der menschlichen Existenz auf, hebt aber zugleich das Wagnis und die moralische Verantwortung der Freiheit hervor. Sartres Werk kam wegen seiner atheistischen Haltung auf den katholischen Index. 1964 lehnte er den Nobelpreis für Literatur ab. Philosophische Schriften: „Das Sein und das Nichts“ 1943; „Ist der Existenzialismus ein Humanismus?“ 1946; „Was ist Literatur?“ 1947; „Kritik der dialektischen Vernunft“ 1960; Biografische Studien: „L ’ idiot de la famille: Gustave Flaubert (1821 – 1857)“ 3 Bände, 1971; Dramen: „Die Fliegen“ 1943; „Geschlossene Gesellschaft“ 1944; „Die ehrbare Dirne“ 1946; „Die schmutzigen Hände“ 1948; Romane: „Der Ekel“ 1938; „Die Wege der Freiheit“ (Romanzyklus) 1945 – 1949, deutsch 1949 – 1951.