Schicksalstragödie
eine Tragödie, in der die Notwendigkeit der tragischen Schuld nicht im Charakter des Helden begründet ist, sondern durch äußere Mächte herbeigeführt wird; das Geschehen wird vom Schicksal gelenkt (z. B. Sophokles , „König Ödipus“). In der deutschen Klassik steht der Anschauung über das „allgewaltige Schicksal“ der Begriff der „Persönlichkeit“ entgegen (Figurentragödie). Typische Motive der Schicksalstragödie sind Blutschuld, Unheilsprophezeiung, Familienfluch.