Schinkel

Karl Friedrich, deutscher Architekt und Maler, * 13. 3. 1781 Neuruppin, † 9. 10. 1841 Berlin; Hauptvertreter des Berliner Klassizismus; Schüler von D. und F. Gilly, 1803 – 1805 in Italien. Schinkel begann als Maler mit romantischen Stimmungslandschaften; seit 1815 meist als Baumeister tätig; schuf daneben auch Entwürfe für Bühnenbilder und Vorlagen für das Kunsthandwerk; seit 1838 Oberlandesbaudirektor und damit von Einfluss auf das gesamte preußische Bauwesen. Er überwand die mit einfachen stereometrischen Körpern arbeitende Frühphase des Klassizismus (F. Gilly, H. Gentz ) zugunsten einer großzügigeren Bauauffassung. Die Neue Wache in Berlin (1815 – 1818) ist noch im Sinn seines Lehrers gestaltet; Schauspielhaus (1818 – 1821) und Altes Museum (1822 – 1830) sind in ihrer Klarheit und Formstrenge Höhepunkte der klassizistischen Architektur in Preußen. Weitere Hauptwerke: Werdersche Kirche 1821 – 1831; St. Nikolai in Potsdam 1830 – 1837; Humboldt-Schloss in Berlin-Tegel 1822; Charlottenhof bei Sanssouci 1826; Bauakademie in Berlin 1831 – 1836. Schinkel war als Innenarchitekt auch an der Ausstattung preußischer Schlösser beteiligt.