Schlick

von Flüssen in Seen oder im Meer abgelagerter Schlamm; im engeren Sinne die aus feinsten Ton- und Kalkteilchen sowie reichen organischen Stoffen bestehenden Ablagerungen im küstennahen Überschwemmungsbereich der Gezeitenmeere. Hieraus entsteht nach Entwässerung der fruchtbare Kleiboden der Marschen. Im weitesten Sinne bezeichnet Schlick die feinen Sedimente des tiefer gelegenen (hemipelagischen) Meeresbereichs (Blauschlick, Rotschlick, Grünschlick); Kalkschlick bildet sich im flachen Wasser tropischer und subtropischer Meere in der Umgebung von Korallenbauten. Schlick wird zu Heilzwecken wie Fango (Vulkanschlick) u. a. Schlammarten in Form von Schlickbädern und Schlickauflagen verwendet.