Schwereanomalie
Abweichung der auf der Erde gemessenen, auf das Geoid reduzierten Fallbeschleunigung vom Normalwert; es herrscht Schwereüberschuss über den Tiefseeböden und Tiefebenen der Kontinente und Schwereunterschuss über den Gebirgen und hohen Festlandbereichen. Schwereanomalien deuten die ungleiche Massenverteilung in der Erdkruste an ( Isostasie ). Schweremessungen erfolgen mit einem Gravimeter (empfindliche Federwaage), die Messergebnisse (Plus- oder Minusbeträge) werden in Milligal (mgal) angegeben; 1 mgal entspricht 0,001 cm/s 2 Beschleunigungs- bzw. Verzögerungszunahme. Für die Lagerstättenforschung können Schwereanomalien wichtige Hinweise auf geologische Körper abweichender Dichte geben, z. B. Salz.