Sprechakt
konkrete Äußerung der Parole , kleinste Einheit der sprachlichen Kommunikation. Diese Sprachhandlungen folgen konventionalisierten Regeln ( Norm ). Sprechakte beschreiben diese Verhaltensweisen zwischen Sprecher und Hörer.
Ein Sprechakt besteht aus drei Teilakten: 1. lokutiver (lokutionärer) Akt: das Äußern der Laute und Verwendung der Wörter in einer bestimmten Bedeutung (propositionaler Gehalt); 2. illokutiver (illokutionärer) Akt: mit der Äußerung wird eine bestimmte Handlung vollzogen (Aussprechen einer Drohung, eines Wunsches usw.); 3. perlokutiver (perlokutionärer) Akt: mit der Sprachhandlung wird eine Wirkung auf den Hörer ausgeübt (er nimmt die Drohung ernst oder macht sich darüber lustig).
Die Untersuchung einzelner Sprechakte hat die Bedingungen ihres „Gelingens/Nichtgelingens“ erklärt. Besondere Bedeutung in der Sprechakttheorie haben die performativen Verben (Verben, die einen illokutiven Akt beinhalten, z. B. versprechen, drohen).