Stahl

Flüssiges Roheisen wird in den Konverter gefüllt, durch Hindurchblasen von Luft („Wind“) werden die unerwünschten Stoffe verbrannt; beim Bessemerstahl (seit 1855; saure Konverterauskleidung) sind es Kohlenstoff, Mangan und Silicium, beim Thomasstahl (seit 1878; basische Auskleidung) Kohlenstoff, Mangan und Phosphor. Dauer des Windfrischvorgangs 11 – 22 min. Beim LD-Verfahren (nach den österreichischen Entwicklerwerken Linz-Donawitz ) wird Sauerstoff mit einer sog. Sauerstofflanze auf die Oberfläche von flüssigem Eisen im Tiegel geblasen (seit etwa 1948). Eine Abwandlung des LD-Verfahrens ist das für phosphorreiches Roheisen geeignete LD-AC-Verfahren (AC ist die Abkürzung für die Firmenbezeichnung Arbed/Centre National de Recherches Métallurgiques), das in Belgien entwickelt wurde und wobei ein Sauerstoff-Kalk-Gemisch geblasen wird. Weitere Varianten des Sauerstoffblasverfahrens sind das Durchblasen, bei dem der Sauerstoff durch Düsen im Konverterboden eingeleitet wird, und die kombinierten Blasverfahren mit gleichzeitigem Auf- und Durchblasen von Sauerstoff.