Strauss
- Genre
- Komödie für Musik
- Verfasser
- Hofmannsthal , Hugo von; Strauss, Richard
- Deutscher Titel
- Der Rosenkavalier
- Veröffentlicht
- Österreich
- Erscheinungsjahr
- 1911
Richard Georg, deutscher Komponist und Dirigent, * 11. 6. 1864 München, † 8. 9. 1949 Garmisch-Partenkirchen; wirkte als Dirigent in Meiningen, München und Weimar sowie an der Hofoper in Berlin (als Generalmusikdirektor 1909 – 1918; Staatskapelle Berlin ) und Wien (als Intendant); Mitgründer der Salzburger Festspiele; 1917 – 1920 Kompositionslehrer in Berlin, 1933 – 1935 Präsident der Reichsmusikkammer. Strauss gilt als einer der bedeutendsten Opernkomponisten des 20. Jahrhunderts und schuf Bühnenwerke mit psychologischem Tiefgang, Motivdichte und klanglichem Reichtum, die z. T. in Zusammenarbeit mit Hugo von Hofmannsthal entstanden („Ariadne auf Naxos“ 1912; „Die Frau ohne Schatten“ 1914 – 1917; „Arabella“ 1930 – 1932). Mit „Salome“ (1904/05) und „Elektra“ (1906 – 1908) unternahm er kühne musikdramatische Vorstöße; „Rosenkavalier“ (1909/10) begann die Rückwendung zu Mozart. Weitere Opern: Erscheinungsjahr: 1901 Veröffentlicht: Deutsches Reich Verfasser: Strauss , Richard Deutscher Titel: Feuersnot Genre: Singgedicht in einem Akt Ernst von Wolzogen schrieb den Text für die zweite Oper von Richard Strauss (* 1864, † 1949) »Feuersnot«, die am 21. November in Dresden uraufgeführt wird. Vorlage für das »in München am Sonnwendtage zu fabelhafter Urzeit« spielende Singgedicht war die niederländische Sage »Das erloschene Feuer von Audenaerde«. Musikalisch steht die Oper unter dem Einfluss Richard Wagners. „Feuersnot“ 1901;1919; Erscheinungsjahr: 1924 Veröffentlicht: Deutsches Reich Verfasser: Strauss , Richard Deutscher Titel: Intermezzo Genre: Eine bürgerliche Komödie mit sinfonischen Zwischenspielen in zwei Aufzügen In der Eifersuchts- und Verwechslungskomödie »Intermezzo«, die am 4. November unter der musikalischen Leitung von Fritz Busch im Schauspielhaus des Sächsischen Staatstheaters zu Dresden uraufgeführt wird und deren Text der Komponist selbst verfasst hat, setzt Richard Strauss (* 1864, † 1949) seinem recht bewegten Eheleben mit Pauline de Ahna ein musikalisches Denkmal. In dem Stück, das auf die Alltagssprache des Konversationsstückes zurückgreift, hat das Orchester durch die »sinfonischen Zwischenspiele«, die die einzelnen Szenen verbinden, eine zentrale Funktion. Die Singstimmen sind weit gehend deklamatorisch durchgeführt, das Orchester wird so eingesetzt, dass der Text zwar musikalisch untermalt aber immer dominant bleibt. „Intermezzo“ 1924; Erscheinungsjahr: 1935 Veröffentlicht: Deutsches Reich Verfasser: Strauss , Richard; Zweig, Stefan Deutscher Titel: Die schweigsame Frau Genre: Komische Oper in drei Akten Der über 70-jährige Richard Strauss (* 1864, † 1949) gerät wegen seines Eintretens für den Juden Stefan Zweig in große Schwierigkeiten mit dem nationalsozialistischen Regime. Zweig schrieb das Libretto für die Strauss-Oper »Die schweigsame Frau« nach der gleichnamigen Komödie von Ben Jonson. Unter der Leitung von Karl Böhm wird das im leichten Konversationston der alten Opera buffa gehaltene Werk am 24. Juni 1935 in Dresden uraufgeführt. Da Zweigs Name trotz des Widerstands der NS-Machthaber auf dem Premierenplakat abgedruckt ist, verschwindet das Werk nach wenigen Aufführungen vom Spielplan und wird in Deutschland erst nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgeführt. „Die schweigsame Frau“ 1935; Erscheinungsjahr: 1938 Veröffentlicht: Deutsches Reich Verfasser: Strauss , Richard Deutscher Titel: Daphne Genre: Oper in einem Aufzug Richard Strauss (* 1864, † 1949) bezeichnet seine im sagenhaften Griechenland spielende Oper »Daphne«, die am 15. Oktober in Dresden unter der Leitung von Karl Böhm uraufgeführt wird, als »bukolische Tragödie«. Zarte lyrische Töne herrschen dementsprechend im größten Teil dieser Oper vor, zu der Joseph Gregor den Text schrieb. „Daphne“ und Erscheinungsjahr: 1938 Veröffentlicht: Deutsches Reich Verfasser: Strauss , Richard Deutscher Titel: Friedenstag Genre: Oper in einem Aufzug Die am Ende des Dreißigjährigen Kriegs spielende Oper »Friedenstag«, uraufgeführt am 24. Juli in München, unterscheidet sich von allen anderen Werken Richard Strauss' (* 1864, † 1949) dadurch, dass es formal fast ein oratorienhaftes Chorwerk darstellt. Den Text schrieb Joseph Gregor. „Friedenstag“ 1938; Erscheinungsjahr: 1942 Veröffentlicht: Deutsches Reich Verfasser: Strauss , Richard Deutscher Titel: Capriccio Genre: Ein Konversationsstück in einem Akt »Capriccio« von Richard Strauss (* 1864, † 1949), uraufgeführt am 28. Oktober 1942 in der Staatsoper München unter der Regie von Rudolf Hartmann und der musikalischen Leitung von Clemens Krauss, ist eine Parlandooper über die Frage, ob in der Oper der Vorrang der Dichtung oder der Musik gebührt. Das Libretto dieses um 1775 spielenden »Konversationsstücks«, das für eine Synthese zwischen Musik und Wort plädiert, stammt von dem österreichischen Dirigenten Clemens Krauss. Die transparente Orchestrierung ermöglicht größte Wortverständlichkeit. Zu den eindrucksvollsten Szenen von »Capriccio« zählt das Orchesterzwischenspiel mit Hornsolo beim Aufgang des Mondes. „Capriccio“ 1942; Erscheinungsjahr: 1944 Veröffentlicht: Deutsches Reich Verfasser: Strauss , Richard Deutscher Titel: Die Liebe der Danae Genre: Heitere Mythologie in drei Akten Nach einem Entwurf Hugo von Hofmannsthals (* 1874, † 1929) schrieb Joseph Gregor das Libretto zu »Die Liebe der Danae«, der letzten Oper von Richard Strauss (* 1864, † 1949). Das im Untertitel als »heitere Mythologie« bezeichnete Werk sollte ursprünglich im Rahmen der Salzburger Festspiele uraufgeführt werden. Wegen der Kriegsereignisse kommt es jedoch nur zu einer als Generalprobe deklarierten nichtöffentlichen Uraufführung in Gegenwart des Komponisten am 16. August in Salzburg. Erst am 14. August 1952 findet die öffentliche Uraufführung anläßlich der Salzburger Festspiele unter der Leitung von Clemens Krauss statt. Thema der Oper ist der Sieg der Liebe über das Geld: König Midas, einst ein armer Eseltreiber, macht alles, was er berührt, zu Gold, muss dafür aber Jupiter seine Gestalt »leihen«. Als er Danae, die Tochter des verschuldeten Königs Pollux, heiraten will, kommt es zu großen Verwirrungen, da Jupiter die Königstochter ebenfalls begehrt. „Die Liebe der Danae“ 1952. Parallel dazu entstanden bedeutende sinfonische Dichtungen, die insbesondere von Richard Wagner beeinflusst sind und als Vorläufer seiner Opern gelten können: „Don Juan“ (1888), „Till Eulenspiegels lustige Streiche“ (1894/95), „Also sprach Zarathustra“ (1895/96), „Don Quixote“ (1896/97), (1902/03), „Eine Alpensymphonie“ (1911 – 1915). Neben weiteren Orchesterwerken schuf er auch Chor-, Kammer- und Klaviermusik sowie zahlreiche Lieder („Vier letzte Lieder“ 1948). Als Dirigent führte Strauss neben seinen eigenen Kompositionen vor allem Werke von Wagner und Wolfgang Amadeus Mozart sowie von Zeitgenossen wie Gustav Mahler und Arnold Schönberg auf.