Suf ị smus

eine asketisch-mystische Richtung im Islam seit dem 9. Jahrhundert, von außerislamischen Lehren (z. B. Neuplatonismus und indischen Religionen) beeinflusst; erstrebt in Bruderschaften und (Derwisch-)Orden die mystische oder ekstatische (durch Tanz, Musik) Vereinigung mit Gott. Der Sufismus, der besonders in Persien blühte, ist heute vor allem im indopakistanischen und türkischen Islam verbreitet. In Deutschland bestehen sufistische Gemeinschaften. Der Sufismus deutet den Koran allegorisch und wendet sich vielfach gegen die strenge Gesetzlichkeit des orthodoxen Islams. Bedeutende persische Dichter wie Dschelal Ad Din Rumi waren Sufis.