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Lucius Cornelius, römischer Staatsmann und Feldherr, * 138 v. Chr., † 78 v. Chr. bei Puteoli (heute Pozzuoli); kämpfte als Proquaestor im Krieg gegen Jugurtha unter Marius ; im Bundesgenossenkrieg als Legat erfolgreich; für 88 v. Chr. zum Konsul gewählt. Als 84 v. Chr. der Oberbefehl gegen König Mithridates VI. von Pontos Marius übertragen werden sollte, obgleich dieser Sulla zustand, führte Sulla erstmals ein römisches Heer gegen Rom, erzwang den Oberbefehl für sich und trieb Marius in die Flucht. Nach Sullas Abreise in den Osten kehrte Marius nach Rom zurück und richtete unter seinen Gegnern ein Blutbad an. Sulla blieb im Osten, eroberte und plünderte Athen und brachte reiche Kunstschätze nach Rom. 82 v. Chr. kehrte er nach Rom zurück, wobei sich ihm der junge Pompeius anschloss, siegte über die Marianer und beseitigte seine politischen Gegner; er wurde 82 v. Chr. zum Diktator ernannt und stellte die Herrschaft des Senats wieder her. 79 v. Chr. gab er seine Vollmachten zurück und verbrachte den Rest seines Lebens auf seinem Landgut.