T ạ llinn
Hauptstadt Estlands, am Finnischen Meerbusen, 400 000 Einwohner; Kultur- und Handelszentrum; Akademie der Wissenschaften, technische und pädagogische Hochschule, Kunst-, Musik-, Theaterakademie; viele mittelalterliche Bauten der nach dem 2. Weltkrieg rekonstruierten Altstadt auf dem Domberg (Weltkulturerbe seit 1997); „Langer Hermann“ (Rundturm), Dom (13. Jahrhundert), St.-Nikolauskirche (Basilika, Ende 13. Jahrhundert), Olaikirche (1260), Rathaus (14. Jahrhundert); Schiff- und Maschinenbau, Elektro-, Textil-, Holz-, Papier-, Baustoff- und Nahrungsmittelindustrie; Fischerei; wichtigster Umschlaghafen Estlands, internationaler Flughafen.
Seit dem 10. Jahrhundert Kaufmannssiedlung Kolywani , später Lindanise ; 1219 von Waldemar II. von Dänemark erobert; 1248 lübisches Recht bestätigt und mit der Hanse verbunden; 1346 mit Estland an den Deutschen Orden verkauft, 1561 bis zum Anfang des 18. Jahrhunderts schwedisch, vom Anfang des 18. Jahrhunderts bis 1918 russisch. Im Ersten Weltkrieg von Deutschen besetzt, war Tallinn ab 1918 und ist wieder seit 1991 Hauptstadt der Republik Estland. 1940 – 1991 war Tallinn Hauptstadt der Estnischen SSR.
Auch: Reval