Tauwetterperiode

die Zeit relativer Liberalisierung in der Sowjetunion und den Ostblockländern nach Stalins Tod (1953); benannt nach dem Roman „Tauwetter“ von I. Ehrenburg (1954 – 1956, deutsch 1957). Hauptkennzeichen: Lockerung der Parteikontrolle, vor allem auf kulturellem Gebiet; Rehabilitierung verfemter Politiker, Intellektueller und Künstler. Ab 1956 kam es zu erneuten Einschränkungen der Freiheit. Die Tauwetterperiode endete endgültig mit dem Sturz Chruschtschows 1964.