Term ị ten

The referenced media source is missing and needs to be re-embedded. © wissenmedia/Johann Brandstetter/Arno Kolb Termite Termite Termitenstaat, Arbeiter, Soldat, König, Königin © wissenmedia/Johann Brandstetter/Arno Kolb The referenced media source is missing and needs to be re-embedded. © RCS Libri & Grandi Opere SpA Milano/Il mondo degli animali Termiten: Soldat Termite Die abgebildete Termite ist, wie man am auffallend großen Kopf erkennen kann, ein Soldat. © RCS Libri & Grandi Opere SpA Milano/Il mondo degli animali The referenced media source is missing and needs to be re-embedded. © wissenmedia Termiten: verschiedene Termitenkasten Termiten: verschiedene Termitenkasten © wissenmedia Ordnung der Insekten mit rund 2000 vorwiegend tropischen Arten, zur Überordnung der Schabenartigen zählend; mit den echten Ameisen nicht verwandt, weisen aber wie diese ein hoch entwickeltes Instinkt- und Staatenleben auf. Ein Termitenstaat enthält verschiedene Kasten: Geschlechtstiere, Arbeiter und Soldaten. Metamorphose und Kastendifferenzierung werden hormonal ( Pheromone ) gesteuert. Die Geschlechtstiere sind geflügelt, doch findet die Begattung nicht (wie bei einigen Hautflüglern) im Flug statt, sondern erst nach Beginn des Nestbaus. Gleich nach dem Flug werden die Flügel abgeworfen, doch bleiben im Staat ein oder mehrere Geschlechtstiere („Königin“ und „König“), die durch Ersatzgeschlechtstiere abgelöst werden können. Die Königin schwillt durch Vergrößerung der Eierstöcke stark an und legt in besonderen Kammern die Eier. Diese werden von den Arbeitern fortgeschafft und betreut. Als „Arbeiter“ fungieren vielfach die Larven beiderlei Geschlechts. Bei hoch entwickelten Familien treten auch echte Arbeiter mit abgeschlossener Entwicklung auf. Die „Soldaten“ haben harte und oft riesig vergrößerte Mundwerkzeuge oder nasenartige Stirnfortsätze mit Drüsenausführgängen. Nicht alle Termitenarten bilden Soldaten aus. Wie Ameisen legen bestimmte Termitenarten Pilzgärten an und dulden gewisse andere Insektenarten (Termitengäste).

Die Nahrung der Termiten besteht fast ausschließlich aus pflanzlichen Stoffen, deren Cellulose sie mit Hilfe von Darmflagellaten aufschließen können. Schädlich werden die Termiten durch den unaufhaltsam fortschreitenden Fraß an fast allen menschlichen Bauten, in deren Holzteilen sie ihre Gänge anlegen. Seit 1930 ist in Mitteleuropa Reticulitermes flavipes aus den USA eingeschleppt, seit 1937 eingebürgert. Einbürgerungsgefahr besteht auch bei der ebenfalls aus den USA 1956 erstmalig eingeschleppten Zootermopsis angusticollis. In Südeuropa und Nordafrika findet man die Termiten Kalotermes flavicollis und Reticulitermes lucifugus. Im tropischen Afrika errichtet u. a. Termes bellicosus Erdbauten von 2 – 3 m Höhe aus mit Speichel vermischtem Erdmaterial.

Auch: Weiße Ameisen, ; Isoptera