Tr ị stan
Sagengestalt eines von der Liebesleidenschaft ergriffenen Ritters, wohl orientalischer Herkunft, mit keltischen Artussagen verwoben: Der verwundete Tristan hatte bei Isolde Blondhaar von Irland Heilung gefunden, später wird er von König Marke in Cornwall als Brautwerber zu ihr geschickt; durch einen Liebestrank kommen Tristan und Isolde in unwiderstehlicher Liebe zusammen, betrügen Marke und sterben gemeinsam. Viele Gestaltungen des Stoffs, u. a. Versepen von Thomas von Britanje (um 1165), Eilhart von Oberg (um 1170), Gottfried von Straßburg (um 1210); Tragödie von H. Sachs (1553); Oper von R. Wagner (1859).
Auch: Tristrant, ; Drostan, ; Tristram