Umbanda

Name der in den 1930er Jahren in Rio de Janeiro entstandenen afrikanischen Kultpraktiken, die eine Verbindung mit dem Kardecismus eingegangen waren. Die auf Alan Kardec (1804 – 1869) zurückgehende spiritistische Weltanschauung ist mit Vorstellungen von Karma und Reinkarnation gemischt. In einer stärker afrikanischen Umbanda spielen Terreiros (portugiesisch „Höfe“) genannte Kultplätze und Macumba-Magie eine wichtige Rolle. In der Umbanda branca, der „weißen Umbanda“, dagegen haben die Lektüre Kardecs und karitatives Tun einen erheblichen Stellenwert.